Beachten Sie bitte die folgenden Verlege-, Reinigungs- und Pflegehinweise.

Vor der Verlegung
Prüfen Sie die Ordnungsmäßigkeit der Lieferung hin-sichtlich Warenart, Menge und Qualität. Warenmängel sind grundsätzlich vor dem Einbau bzw. der Verlegung schriftlich anzumelden. Alle ausgestellten Werksteinprodukte sind Durchschnitts-muster. Es empfiehlt sich daher, die gewünschten Produkte vorher im Original anzuschauen. Bei Lieferung und Nachbestellung können wir für Farbgleichheit nicht garantieren. Bei Verarbeitung von offensichtlich fehlerhaftem Material entfallen sämtliche Reklamationsansprüche, insbesondere Kosten für Neuverlegung/Austausch etc. Hinweis: Bei unberechtigten Reklamationen behalten wir uns vor, entstandene Kosten (wie z.B. Anfahrt, Material) zu berechnen.

Lagern Sie Beschichtete Werksteinprodukte trocken und stehend gelagert. Um eine Beschädigung durch Risse zu vermeiden, nehmen Sie die Produkte am besten erst unmittelbar vor der Verlegung von der Palette. Schützen Sie angebrochene Pakete auf Baustellen mit einer Abdeckung vor Nässe.

Natürliche Abweichungen
Bei Werksteinprodukten kann es aufgrund natürlicher Schwankungen in den Zuschlagstoffen zu Farbabweichungen kommen. Sie stellen keine Minderung der Qualität dar. Helligkeitsdifferenzen werden in der Regel durch die Benutzung der Steine und durch normale Witterungseinflüsse ausgeglichen. Wir empfehlen Ihnen daher, aus allen gelieferten Paketen gleichzeitig zu entnehmen und zu mischen.

Ausblühungen
Bei Betonprodukten lassen sich Ausblühungen, z.B. in Form von weißen Verfärbungen, nicht generell verhindern. Durch die Verdunstung von Eigenwasser oder auch Fremdwasser wird beim Erhärtungsprozess des Betons Calciumkarbonat kristallisiert. Diese weißen Ausblühungen entstehen also durch einen natürlichen Vorgang und sind nicht zu vermeiden. Sie sind somit kein Qualitätsmangel der Werkstücke und stellen Laut DIN EN 1339 keinen Reklamationsgrund dar.

Rutschsicherheit
Bitte beachten Sie, dass beschichtete Oberflächen kaum Wasser aufnehmen können. Diese, für hohe Pflege-Leichtigkeit maßgebliche Eigenschaft, verringert die Rutschhemmung der Platten im feuchten Zustand. Bitte überzeugen Sie sich an den Originalplatten über die Ihrem Verwendungszweck entsprechende Eignung.

Anerkannte Regeln der Technik
Grundlage für die Verlegung/Verarbeitung ist die DIN 18318 sowie die folgenden Herstellerempfehlungen.

Nachfolgend wird ausschließlich die ungebundene Bauweise als Regelbauweise betrachtet. Von einer gebundenen Bauweise raten wir generell ab. Detaillierte Informationen zur Verlegung erhalten Sie unter: 

Für Produkte die entgegen dieser verlegt werden, können wir keine Gewährleistung übernehmen.

Randabschluss
Um ein Verrutschen des Belages zu verhindern, werden entsprechende Randabschlusssteine benötigt, die in ein Fundament und eine Rückenstütze aus Beton B 15 gesetzt werden. Je nach Art der Nutzung empfiehlt sich die Verwendung von Betonbordsteinen (Flächen mit öffentlicher Nutzung) oder Rand-und Einfassungssteinen bzw. Kleinpalisaden im privaten Bereich.

Verlegung Allgemein
Grundvoraussetzung für einen einwandfreien Außenbelag ist ein den jeweiligen Anforderungen entsprechender, tragfähiger und frostsicherer Ober-und Unterbau. Bei der verkehrsbedingten Nutzung im öffentlichen Bereich werden an den Ober-und Unterbau besondere Anforderungen bzgl. Frostempfindlichkeit, Verdichtungsgrad, Tragfähigkeit usw. (s. Richtlinien RstO* und ZTVE-Stb*) gestellt. Ober-und Unterbau müssen gemäß der voraussichtlichen verkehrsbedingten Belastung mit dem Plattendruckversuch nach DIN 18134 bemessen und verdichtet sein. Der Aufbau ist mit einem Gefälle von 2-3% vom Gebäude weg zu erstellen, so dass keine Staunässe entstehen kann.

Die Bettung sollte eine Höhe von 3 bis 5 cm im verdichteten Zustand nicht überschreiten. Als Bettungsmaterial geeignet sind Mineralsteingemische in den Körnungen 0/4, 0/5, 0/8 oder 0/11 (gemäß DIN 18318, ZTV Pflaster-StB 06 sowie der TL Pflaster-StB 06). Eine Verlegung auf Sand ist unzulässig und führt automatisch zu Verfall der Garantie.  Bei der Verlegung der Platten/Pflastersteine darf die profilgerecht vorbereitete Bettung nicht betreten werden.

Die Produkte sind während der Verlegung vor Verschmutzungen Füllsand, Mutterboden, etc. zu schützen.

Verlegung von Plattenbelägen
Die Platten sollten mit einem farblosen Gummihammer vorsichtig angeklopft werden. Auf vorhandenen, mit Gefälle versehenen Beton Unterkonstruktionen (z.B. Dachterrassen, Balkone etc.) erfolgt die Verlegung der Platten unter Ausgleich der Höhendifferenzen mittels Stelzlagern, Splitt, Feinkies oder Drain-bzw. Filtermatten mit aufseitiger Ausgleichsschicht.

Verlegung von Pflastersteinen
Die Pflasterfläche sollte im trockenen besenreinen Zustand und vor deren Nutzung bis zur Standfestigkeit eingerüttelt werden. Beachten Sie: Arbeiten Sie ausschließlich mit einer Gummimatte um Kratzer und Beschädigungen zu vermeiden

Verlegung von Stufen
Zuerst sollte die Stufenzahl ermittelt werden. Diese erhält man indem man den Höhenunterschied durch die Stufen dividiert. Das Steigungsverhältnis sollte hier konstant bleiben. Das optimale Verhältnis kann wie folgt ermittelt werden: 2x Steigung + Auftritt = 65 cm (2 x 15 + 35 = 65 cm) Somit beträgt die ideale Schrittlänge ca. 65 cm. Es sollte beachtet werden, dass die Stufen mindestens 2 cm überlappen. Beachten Sie: Die oberste Stufe wird durch die fehlende Überlappung breiter ausfallen.

Die Fuge
Die Fugebreite ist zwischen 3 bis 5 mm dauerhaft auszubilden. Das Fugenmaterial ist gemäß TL Pflaster-StB 06 so zu wählen dass die Filterstabilität gewährleistet ist. Die Fuge ist vollständig und dauerhaft gefüllt zu halten. Eine fugenlose Verlegung ist nicht zulässig für daraus resultierende sekundäre Schäden (Risse, Ecken- und Kantenschäden, Ausblühungen, etc.) übernehmen wir keine Gewährleistung. Wir empfehlen das Benutzen von Fugenkreuzen.

Zuschnitte
Bei Zuschnitten von Werksteinprodukten, ist das Produkt vorzunässen. Nach dem Zuschnitt sind die Oberflächen unverzüglich und gründlich mit klaren Wasser abzuspülen. Unterbleibt dies, entstehen Oberflächenrückstände, welche schwer bis gar nicht  zu entfernen sind. Passsteine dürfen generell nicht kleiner als der halbe Normalstein geschnitten werden.

Reinigung Pflege
Sie sollten Verschmutzungen im speziellen Flecken von Speisen, ÖL, Rotwein oder Benzin auch bei Produkten mit spezieller Oberflächenbeschichtung rasch entfernen. Bei längerer Einwirkzeit könnte sonst die Beschichtung angegriffen werden, bzw. die Verschmutzung in das Oberflächengefüge der Werksteinplatte eindringen was ein entfernen der Verschmutzung um ein vielfaches erschwert oder sogar unmöglich macht. Produkte mit Oberflächenbeschichtung sind nicht selbstreinigend!

Bezüglich der Reinigung von Verschmutzungen können erhalten Sie detaillierte Informationen unter:
www.diephaus.de

Durch Staunässe auf dem Belag, kann es zu alkalischen Reaktionen kommen welche die Oberfläche des Produktes beschädigen, vermeiden Sie daher das abdecken der Oberfläche (z.B. gummierte Fußmatten, Planschbecken o.ä.), und/oder sorgen Sie für eine gut durchlüftete (unterbrochene) Aufstandsfläche.

Unter der täglichen Belastung sind kleinere Kratzer auf den Oberflächen unvermeidlich (z.B. durch Stühle rücken, Steinchen unter den Schuhsohlen etc.). Zum  Schutz gegen Kratzer empfehlen wir das Anbringen von Filzscheiben unter scharfkantige und spitze Gegenstände. Blumenkübel und andere Pflanzgefäße sollten Sie auf Pflanzenroller stellen. Das Begießen von Pflanzen sollte nicht ohne Untersetzer erfolgen, da ansonsten Wasserränder unter den Töpfen entstehen können.

Beim Winterdienst verwenden Sie bitte Schneeschieber mit Kunststoff-oder Gummilippe, Streusalz darf auf allen Werksteinprodukten nicht verwendet werden.