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Bewegungsfreiheit fängt schon vor der Haustür an!

Dabei ist zu bedenken, dass Bodenbeläge im Freien mit der mobilen Hilfe leicht und eben befahrbar sein sollten und auch bei schlechter Witterung nicht zu gefährlichen Rutschpartien führen. Deshalb ist es wichtig, Wege und Bewegungsflächen aus rutschfesten Materialien zu bauen und eine Breite von mindestens 1,50 m einzuhalten. Zudem ist es leichter für alle Rollstuhlfahrer, wenn das Längsgefälle 6% nicht überschreitet und das Quergefälle nicht mehr als 2% beträgt. Eine wichtige Hilfe für Sehbehinderte sind seitliche Abgrenzungen der Wege, z.B. durch eine 1 bis 3 cm spürbare Kante oder Blindenleitplatten.

Garagenstellplätze für Behinderte müssen mindestens 5,00 m lang und 3,50 m tief sein. Neben der Längsseite des Kraftfahrzeugs für Rollstuhlfahrer sollte mindestens einen Tiefe von 1,50 m vorhanden sein. 
Sowohl bei Wegen und Parkplätzen, Rampen als auch Treppen sollte eine ausreichende Beleuchtung vorhanden sein.
Im Regelfall sollten für Parkplätze Pflastersteine verwendet werden, die mindestens eine Stärke von 6 cm aufweisen. Sollen die Steine stärkeren Belastungen ausgesetzt sein, empfiehlt sich ein Pflaster mit einer Stärke von 8 cm. Für Wege können generell Werksteinplatten als auch Pflastersteine verwendet werden.

Rampen

Rampen dienen zur Überwindung einer geringen Höhendifferenz und sollten folgende Merkmale aufweisen:

  • Der Rampenverlauf muss möglichst geradläufig sein, gewendelte Rampen und starkes Quergefälle sollten daher vermieden werden.
  • Bei Richtungsänderungen über 45° sind Bewegungsflächen von 1,50x1,50 m anzubringen.
  • Bewegungsflächen müssen eine Mindestbreite von 1,50 m aufweisen.
  • Die Steigung sollte so gering wie möglich gehalten werden und darf maximal 6% nicht überschreiten.
  • Auch bei Trockenheit &Nässe muss der Belag von Rampen ausreichend griffig sein.
  • In einer Höhe von 0,85 m sind Handläufe anzubringen, sie müssen den Rampenverlauf an Anfang und Ende 0,30 m überragen.
  • Zusätzlich zu den Handläufen sind in einer Höhe von 0,10m Radabweiser zu montieren.
  • Anfang und Ende einer Rampe müssen für Sehbehinderte farblich kontrastierend markiert werden.

Sowohl bei Wegen und Parkplätzen, Rampen als auch bei Treppen sollte eine ausreichende Beleuchtung vorhanden sein.

Rampen mit Stufen

Attraktive Treppenaufgänge sind immer ein Blickfang. Ob als Treppe um Höhenunterschiede zu überwinden oder als bewusstes Gestaltungselement in Ihrer Außenanlage - eine Stütze lässt sich überall einbauen. Unser Blockstufen-Programm ist vielseitig, individuell und immer passend zu unseren Pflaster-, Palisaden- und Trockenmauer-Systemen. Wählen Sie aus verschiedenen trittsicheren und pflegeleichten Oberflächen sowie aus einer breiten Farbpalette Ihre Wunschstufen.

Rundlaufende Rampen

Früher verstand man unter einer typischen Rampe ein geradliniges Gebilde mit etwas Gefälle.
Heutzutage gibt es etliche Möglichkeiten eine Rampe funktional und ästhetisch zu gestalten.
Bei der Verlegung des Weges ist darauf zu achten, dass die Steine nicht längs gelegt werden, ansonsten ist es für Rollstuhlfahrer erschwerlicher, da die Reifen des Rollstuhls in die Rillen des Weges drücken.

Bepflanzung im barrierefreien Garten

Ein barrierefreier Garten bedeutet neben Rampen und breiten Wegen aus rutschfestem Bodenbelag auch eine besondere Pflanzenauswahl. Entscheiden Sie sich am besten für pflegeleichte Pflanzen, die besonders genügsam sind. Für eine barrierefreie Gartenarbeit kommen vor allem kleinwüchsige Obstbäume und Obststräucher in Frage. Außerdem bietet es sich an, Hochbeete oder Tischbeete, die mit einem Rollstuhl unterfahren werden können, zu installieren. Diese können auch im Sitzen oder von einem Rollstuhl aus gepflegt werden. Neben Holz eignet sich zum Fertigen der Beete auch Metall oder Stein.

Tipps für eine barrierefreie Gartengestaltung

Die Wege im barrierefreien Garten sollten nicht nur ausreichend Platz zum Rangieren bieten, sondern für Rollstühle und Rollatoren auch möglichst gerade sein und auf Kurven sowie rechte Winkel verzichten. Ansonsten sollte der Gartenweg diesen Nachteil durch seine Breite ausgleichen. Auch die Terrassenbreite sollte bei einem barrierefreien Garten auf die Rollstuhlbenutzung ausgelegt sein. Reichen bei einer herkömmlichen Terrasse rund 3 m Breite, sollten für einen Rollstuhlfahrer mindestens 4 m eingeplant werden. Idealerweise verfügt ein solch barrierefreier Garten nicht nur über eine einzige befestigte Ruheoase, sondern über mehrere befestigte Stellen. Denken Sie daran, auch die Gartentüren und Wege ohne Schwellen und möglichst breit zu gestalten.

Viel Licht für mehr Sicherheit

Mit geeigneter Beleuchtung lässt sich die Sicherheit im Garten zusätzlich erhöhen. Achten Sie darauf, dass es keine Stellen gibt, an denen Schatten entstehen können. Am besten eignet sich für den barrierefreien Garten ein automatisches Beleuchtungssystem mit Bewegungsmeldern – so schaltet sich das Licht bei Bedarf automatisch an und ab. Auch Zeitschaltuhren sind für diesen Fall eine gute Wahl.