Betonpflasterdecken werden zum überwiegenden Teil an der Oberfläche durch ihre Neigung entwässert. Zur Ableitung des anfallenden Wassers wird häufig eine Längsentwässerung durch Straßenrinnen erforderlich. Diese werden entlang oder zwischen Verkehrsflächen angelegt. Sie haben die Aufgabe, das von den Verkehrsflächen auf sie zufließende Wasser aufzunehmen und es Straßenabläufen oder direkt dem Vorfluter zuzuleiten. Die TRECONA-Rinne ist bestens dazu geeignet diese Aufgabe zu übernehmen. Die Planungsgrundsätze für die Entwässerung von Verkehrsflächen sind in den RAS-Ew enthalten.
Entwässerungsrinnen sind stets auf ein Fundament aus unbewehrtem Beton zu setzen und vor dem Einbau der angrenzenden Flächenbefestigung herzustellen. Dicke und Breite des Fundamentes sind z. B. von Art und Größe der zu verwendenden Entwässerungselemente und der Dicke der angrenzenden Schichten (Tragschicht, Pflaster usw.) abhängig. Es ist darauf zu achten, dass die unter den angrenzenden Pflasterdecken befindliche Tragschicht durch das Fundament möglichst in voller Dicke eingefasst wird. Die materialtechnischen Anforderungen von Rinnenelementen müssen den Bestimmungen der TL Pflaster-StB 2006 genügen.
Die TRECONA-Rinnenelemente sind unter Einhaltung der vorgegebenen Längsneigung (mindestens 0,5 %) mit Fugenbreiten von 8 bis 12 mm auf ein
20 cm dickes Fundament aus unbewehrtem Beton zu versetzen (Regelausführung nach DIN 18318). Betonqualität des Betonfundamentes C 12/15. Die TRECONA-Rinnenelemente sind fluchtgerecht und an den Fugen höhengleich zu versetzen.
Die Fundamentbreite ergibt sich aus den einzusetzenden TRECONA-Rinnenelementen (50 cm breit bzw. 30 cm breit). Wird die TRECONA-Rinne als Randeinfassung integriert, sind die Rinnenelemente mit Rückenstütze auszuführen. Diese ist mindestens in einer Breite von 15 cm auszuführen.
Liegt die TRECONA-Rinne zwischen zwei höhengleichen befestigten Verkehrsflächen, sollte auf die Anordnung von Rückenstützen verzichtet werden. Diese würden eine anforderungsgerechte Verdichtung angrenzender ungebundener Schichten behindern.
Stellt die TRECONA-Rinne hingegen den seitlichen Abschluss einer Verkehrsfläche dar, hat sie auch die Funktion einer Randeinfassung zu übernehmen und muss folglich mit einer Rückenstütze zu unbefestigten Bereichen hin versehen werden.
Die TRECONA-Rinnen sind mit Bewegungsfugen im Abstand von mindestens
12 m durchgehend durch das Fundament und ggf. Rückenstütze auszuführen. Ist die TRECONA-Rinne teil einer Randeinfassung sind die Bewegungsfugen auch durchgehend durch die Randeinfassung anzuordnen. Die Bewegungsfugen sind 8 bis 15 mm breit auszuführen und im Bereich der Rinnenelemente mit Pflasterfugenmasse nach den ZTV Fug-StB zu vergießen.
Die TRECONA-Rinnenelemente sind auf den noch frischen Fundamentbeton zu versetzen. Sie müssen ggf. vorgenässt werden, damit dem Frischbeton kein Wasser entzogen wird. Der Beton für eine eventuell erforderliche Rückenstütze ist "frisch in frisch" mit dem Fundamentbeton zu verarbeiten.
Wird die TRECONA-Rinne von Schwerfahrzeugen überfahren, ist der baulichen Ausbildung des Fundamentes besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Das Fundament unter der TRECONA-Rinne sollte einerseits mindestens 20 cm dick sein und andererseits die angrenzenden Tragschichten in ihrer vollen Höhe einfassen, d. h., das Fundament wird auf einer durchgehenden Schicht, meistens der Frostschutzschicht, gegründet. Bei besonderen baulichen Gegebenheiten kann es aufgrund eines zu geringen Abstandes zwischen Unterkante Rinnen-Formteil und Oberkante Frostschutzschicht erforderlich werden, auch die Frostschutzschicht zum Teil oder über ihre volle Dicke einzufassen. Liegt ein solcher Fall vor, sind zur Vermeidung von Setzungen Maßnahmen vorzusehen, welche eine ausreichende Tragfähigkeit der Unterlage unter dem Fundament sicherstellen.
Sobald die Rinne versetzt und ggf. die Rückenstütze hergestellt ist, werden zunächst die seitlichen und offenen Fugenbereiche mit Mörtel verschlossen. Vor dem Einschlämmen der Fugen muss die Rinne gewässert werden. Anschließend müssen die Fugen mit dem flüssigen Einschlämmmörtel vollständig verfüllt werden.
Überschüssiges Material auf der Rinne sollte mit einem feinen Besen entfernt werden. Anschließend wird die Rinne und die Fugen mit einem feuchten Schwamm nachgesäubert bis das Fugenbild gleichmäßig ist. Auf die so gereinigte Fläche wird ein sogenannter Waschbetonlack (Oberflächenverzögerer) aufgesprüht. Verbrauch ca. 150 - 250 g/m2.
Nach einer Einwirkzeit von 3 bis 4 Stunden bei einer Temperatur von ca. 20 Grad kann die Rinne mit einem Wasserschlauch (flacher Wasserstrahl) abgespritzt werden. Mit diesen Arbeitsschritten lassen sich die Fugen von 8 bis 12 mm einfach und dauerhaft verfüllen.
Als Fugenmaterial empfehlen wir Zement und Quarzsand - Mischungsverhältnis 1 : 3 bis 1 : 4 oder fertigen Fugenmörtel.
Dauerhafte Verkehrsflächen mit Betonpflastersteinen - Richtig planen und ausführen (SLG Betonverband Straße, Landschaft, Garten e.V.)